Der letzte Spieltag des Jahres in der win2day Basketball Superliga hatte alles, was Basketball-Österreich zum Jahresende auszeichnet: ein hitziges Gipfeltreffen mit neuer Nummer eins, zwei spektakuläre Comebacks, ein dominanter Heimsieg – und jede Menge Emotionen, Runs und Schlüsselaktionen. Die 16. Runde lieferte nicht nur klare Statements im Titelkampf, sondern auch wichtige Signale für den weiteren Saisonverlauf und den anstehenden Cup.

Gunners entscheiden Gipfeltreffen und übernehmen Platz eins

Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel setzten sich die UNGER STEEL Gunners Oberwart vor heimischem Publikum mit 82:73 gegen die ersatzgeschwächten Raiffeisen Flyers Wels durch und beendeten das Jahr als Tabellenführer.
Die Flyers reisten mit nur acht einsatzfähigen Spielern ins Südburgenland – Ausfälle von Kapitän von Fintel, Dejan Kovacevic, Duje Radja und CJ Rollins zwangen Coach Sebastian Waser zu einer Minimal-Rotation. Doch davon war in der Anfangsphase wenig zu sehen: Wels startete mutig, verteidigte diszipliniert und führte nach zehn Minuten mit 20:17.

Auch im zweiten Viertel hielten die Gäste dem Druck stand, ehe ein Dreier von Sebastian Käferle mit der Pausensirene den 37:38-Halbzeitstand fixierte. Die Entscheidung fiel nach Seitenwechsel: Oberwart erhöhte Intensität und Tempo, zwang die Flyers zu schwierigen Abschlüssen und erspielte sich im dritten Viertel erstmals einen zweistelligen Vorsprung.

Im Schlussabschnitt bäumte sich Wels noch einmal auf. Zwei Dreier von Inoa Gil brachten die Gäste bis auf drei Punkte heran, ehe die Routine der Gunners griff. Poljak und Patekar trafen in den entscheidenden Momenten, die Halle stand Kopf – der Heimsieg war fixiert.

Kapitän Sebastian Käferle brachte es danach auf den Punkt:

,,Es war ein sehr schweres Spiel gegen eine dezimierte Welser Mannschaft. Sie haben alles hineingeworfen, aber in der zweiten Halbzeit waren wir einfach stärker."

Headcoach Horst Leitner zeigte sich zufrieden:

,,Es war kein einfaches Spiel in einer speziellen Situation, aber wir haben das in der zweiten Halbzeit sehr gut gelöst und verdient gewonnen."

Scorer Gunners: Knessl 15, Poljak 14, Köppel D. 13 (11 Reb.), Käferle 11 (14 Ass.), Patekar 10
Scorer Flyers: Jakupovic 18, Azor 16, Duach 15, Inoa Gil 9, Jamison 9




Lions drehen Spiel nach 15-Punkte-Rückstand und feiern dritten Sieg in Serie

Was für ein Jahresabschluss im druck.at Dome: Die druck.at Traiskirchen Lions bogen einen scheinbar verlorenen Abend gegen den UBSC Raiffeisen Graz noch in einen 84:78-Heimsieg um – und feierten erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge.

Die Steirer hatten lange alles im Griff. Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels lag Graz mit 15 Punkten vorne, angeführt von Tevin Brewer und Peyton Gerald, die zusammen 41 Zähler erzielten. Traiskirchen kämpfte jedoch unermüdlich, getragen von der Stimmung in der Halle – und von einem überragenden Edgars Lasenbergs.

Mit zwei schnellen Dreiern zu Beginn des Schlussabschnitts leitete Lasenbergs die Wende ein. Die Lions erhöhten die defensive Intensität, erzwangen Ballverluste und kamen Punkt für Punkt näher. Eine Minute vor dem Ende übernahmen die Hausherren erstmals wieder die Führung. Graz hatte den letzten Wurf zum Ausgleich – Brewer verzog, Traiskirchen blieb an der Linie eiskalt.

,,Es war ein wichtiger Sieg zum Jahresabschluss. Mit unseren Fans im Rücken konnten wir das Spiel drehen und zum Glück gewinnen", sagte Jonas Winkler nach der Sirene.

Scorer Lions: Lasenbergs 20, Monroe 20, Viksne 11, Hofstädter 10, Moors 10
Scorer UBSC Graz: Brewer 22, Gerald 19, Lynch 12, Laput 12, Wood 11


Dragonz explodieren im Schlussviertel

Die COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz lieferten vor eigenem Publikum eine ihrer eindrucksvollsten Phasen der Saison ab. Gegen SKN St. Pölten Basketball drehten die Burgenländer ein bereits verloren geglaubtes Spiel mit einem 22:4-Run im letzten Viertel und siegten mit 74:63.
Nach einer schwachen ersten Hälfte und einem zweistelligen Pausenrückstand fanden die Dragonz erst spät ihren Rhythmus. Dann jedoch übernahmen sie mit einer geschlossenen Teamleistung die Kontrolle. Trotz schwacher Dreierquote entschieden Rebound-Überlegenheit, Energie und defensive Stops die Partie.

Coach Felix Jambor zeigte sich erleichtert:

,,Wir haben den Druck gespürt, aber in der zweiten Hälfte und vor allem zum Schluss sehr gute Lösungen gefunden. Der Sieg tut extrem gut."


Swans setzen klares Statement zum Jahresende

Einen Start-Ziel-Sieg feierten die Raiffeisen Swans Gmunden gegen die stark dezimierten Panthers Fürstenfeld. Beim 90:44 ließen die Oberösterreicher von Beginn an keine Zweifel aufkommen und fügten den Steirern die 14. Niederlage in Serie zu.
Gmunden dominierte beide Zonen, spielte mit hoher Intensität und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders erfreulich aus Swans-Sicht: Auch die jungen Spieler erhielten viel Spielzeit und nutzten ihre Chancen. Luis Streitberger steuerte neun Punkte bei, mehrere Youngsters setzten im Schlussviertel Akzente.

Dominik Schachinger bilanzierte:

,,Wir haben unsere Aufgabe souverän erledigt und einen klaren Heimsieg geholt. So wollten wir das Jahr beenden."

Scorer Swans: Hunter 17 (14 Reb.), Wise 15, Gydra 14 (11 Reb.), Wilson 12
Scorer Panthers: Schott 14, Wess 11, Dokmanovic 7


Der Jahresabschluss
Die 16. Runde brachte nicht nur Bewegung an der Tabellenspitze, sondern auch klare Fingerzeige vor dem Cup-Final-Four. Oberwart geht als Nummer eins ins neue Jahr, Traiskirchen strotzt vor Selbstvertrauen, Eisenstadt sammelt wichtige Punkte im Kampf um Anschluss – und Gmunden bestätigt eindrucksvoll seine Rolle in der Spitzengruppe. Ein Spieltag, der die Bühne für ein spannendes Basketball-Jahr 2026 bereitet.

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