Emotionen, Runs und deutliche Ergebnisse prägen den Stefanitag

Die 15. Runde der Basketball Superliga hatte alles, was man sich von den Christmas-Games erwartet: hitzige Derbys, volle Hallen, lange Läufe, dominante Viertel – und zahlreiche klare Worte von Spielern und Verantwortlichen. Mehrere Teams setzten deutliche sportliche Ausrufezeichen und schickten zugleich wichtige Botschaften Richtung Cup und zweite Saisonhälfte.

Flyers Wels gewinnen 121. OÖ-Derby und bleiben Tabellenführer

Flyers Wels – Swans Gmunden 100:82

Der Stefanitag wurde in Wels zum Festtag. Vor fast 1.000 Fans in der Welser Raiffeisen Arena entschieden die Flyers das 121. Oberösterreich-Derby klar für sich und feierten mit dem 100:82-Erfolg nicht nur den Derbysieg, sondern auch die Verteidigung der Tabellenführung in der Basketball Superliga.

Für die Swans Gmunden endete damit eine besondere Serie: Nach zuvor acht Siegen kassierten sie erstmals eine Niederlage in einem Christmas Game. Die Flyers präsentierten sich über weite Strecken physisch, temporeich und abgeklärt – ein echtes Weihnachtsgeschenk für das Heimpublikum und ein starkes Signal an die Konkurrenz.



Gunners dominieren ab Viertel zwei – Köppel-Brüder führen Oberwart zum Kantersieg

UNGER STEEL Gunners Oberwart – BC Vienna 107:75
(22:24, 55:38, 85:58)

Patronanz: Sportunion Burgenland
Zuschauer: 650 | Spielort: SPH Oberwart

Nach einem zerfahrenen Start fanden die Gunners ab dem zweiten Viertel eindrucksvoll zu ihrem Rhythmus. Nach dem 22:24-Rückstand nach zehn Minuten setzte Oberwart defensiv deutlich nach, erhöhte den Druck und ließ Vienna kaum mehr Luft.

Das erste große Highlight folgte in Minute 14, als Florian Köppel mit einem krachenden Dunk zum 32:24 die Halle endgültig anzündete. Spätestens nach dem Buzzer-Beater-Dreier von Magdy Abou-Ahmed zum 55:38 zur Pause war die Partie klar in Gunners-Hand. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Burgenländer dominant, Florian Köppel traf dreimal in Folge von draußen, Daniel Köppel setzte den nächsten Buzzer-Beater zum 85:58. Im Schlussviertel sorgte Oberwart sogar für einen dreistelligen Score.

Scorer Gunners:
Florian Köppel 24, Daniel Köppel 19, Magdy Abou-Ahmed 14, Glenn Taylor Jr. 13, Jonathan Knessl 8, Ezekiel Montgomery 8, Edi Patekar 6, Renato Poljak 5, Mark Pallag 4, Sebastian Käferle 4, Nick Weinhandl 2

Scorer BC Vienna:
Lukas Cvetkova 27, Leon Bulic 23, Lenny Benczak 16, Kerem Yilmazer 5, Marko Goranovic 4, Filip Vukovijak, Constantin Radkov, Kwemtochuckwu Asuzu

Florian Köppel:
,,Es war heute ein gutes Spiel von uns. Aber wir müssen trotzdem am Boden bleiben, weil wir noch nicht da sind, wo wir hin wollen. Wir müssen uns jetzt auf den Cup vorbereiten."



Grazer Derby: UBSC lässt Panthers keine Chance

Panthers Fürstenfeld – UBSC Raiffeisen Graz 67:98

Im steirischen Derby zeigte der UBSC Raiffeisen Graz eine reife und geschlossene Vorstellung. Schon früh kontrollierten die Grazer Tempo und Spielfluss und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Fürstenfeld hielt phasenweise dagegen, fand aber defensiv keinen Zugriff auf die variablen Angriffe der Gäste.

Scorer Panthers:
Dokmanovic 17, Leindecker 14, Manjgo 14, Wess 8, Slatinsek 7, Schott 5, Beganovic 2

Scorer UBSC Graz:
Nick Lynch 18, Peyton Gerald 16, Zach Laput 15, Tevin Brewer 12, Chase Paar 12, Alan Derado 11, Niklas Michel 11, Yves Höger 3



Lions beschenken sich selbst – Viksne feiert Debüt

Traiskirchen Lions – Eisenstadt Dragonz 78:65
(27:16, 42:30, 61:49)

Die Lions nutzten das erste Christmas Game der Saison, um sich selbst zu belohnen. Bereits im ersten Viertel stellten sie mit 27 Punkten die Weichen früh auf Sieg. Erstmals stand auch Neuzugang Davids Viksne auf dem Parkett, der erst vier Tage zuvor zum Team gestoßen war.

Nach einer kontrollierten ersten Hälfte blieben die Dragonz auch im dritten Viertel dran, ehe Traiskirchen im Schlussabschnitt wieder Antworten fand. James Moors und Kris Monroe sorgten in der entscheidenden Phase für klare Verhältnisse.

Scorer Traiskirchen Lions:
Kris Monroe 22, James Moors 22, Edgars Lasenbergs 16, David Hofstädter 10, Davids Viksne 6, Jamie Feiel 2, Mykyta Bitkin, Nils Kühteubl, Erik Dietz, Noah Oguamalam, Jonas Winkler, Jamie Onyemaechi



Dukes entscheiden NÖ-Derby spät – Withers übernimmt in der Crunch Time

SKN St. Pölten Basketball – BK Karbon-X Dukes 54:69
(10:15, 14:15, 23:15, 7:24)

Das Niederösterreich-Derby blieb über drei Viertel hinweg offen. Nach einem Low-Score-Start übernahmen die Dukes früh die Kontrolle, ohne sich entscheidend absetzen zu können. St. Pölten glich nach der Pause rasch aus und ging zwischenzeitlich sogar in Führung.

Erst im Schlussviertel schalteten die Klosterneuburger einen Gang höher. Vor allem Connor Withers übernahm Verantwortung, die Dukes dominierten die letzten Minuten klar und zogen mit einem 24:7-Viertel davon.

Mike Holton:
,,Es tat gut, wieder an meiner alten Spielstätte zu sein und viele bekannte Gesichter zu sehen. Ich bin dem SKN immer noch sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sie mir gegeben haben. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, auch wenn es für mich natürlich auch ein wenig bitter ist."

Elias Wlasak:
,,Gratulation an St. Pölten, sie haben uns das Leben wirklich sehr schwer gemacht und das Ergebnis spiegelt den Verlauf nicht wider. Es war trotzdem ein sehr wichtiger Sieg für uns, um wieder in die Spur zu kommen."


Die Christmas-Games der 15. Runde lieferten starke Bilder, klare Ergebnisse und deutliche Worte. Flyers Wels untermauern ihre Tabellenführung, die Gunners zeigen eindrucksvoll ihre Tiefe, UBSC, Lions und Dukes setzen wichtige Akzente – und die Basketball Superliga geht mit viel Energie in die nächste Saisonphase.

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