Der österreichische Basketball steht vor einer tiefgreifenden infrastrukturellen Veränderung. Ab dem Jahr 2026 sind in der höchsten Spielklasse ausschließlich Standkörbe erlaubt. Der internationale Verband FIBA hat beschlossen, Hängerkörbe ligaweit zu verbieten – eine Vorgabe, die in der win2day Basketball Superliga konkrete Folgen für mehrere Clubs hat.

Während sich manche Standorte bereits auf der sicheren Seite befinden, müssen fünf Vereine, darunter auch die Swans Gmunden, ihre Hallen technisch nachrüsten. Hintergrund der Maßnahme ist eine internationale Vereinheitlichung der Ausstattungsstandards, bei der Sicherheit, Stabilität und professionelle Rahmenbedingungen im Vordergrund stehen.
Wels bereits vorbereitet

In Wels kann man der Umstellung vergleichsweise gelassen entgegensehen. Die Raiffeisen Arena Wels wurde im Zuge einer Infrastruktur-Offensive der Stadt umfassend modernisiert. Rund eine Million Euro floss in die Sanierung der Halle, dabei wurden bereits moderne Standkörbe installiert, die den künftigen FIBA-Vorgaben entsprechen.

Damit ist der Standort langfristig abgesichert – selbst der Cup-Final-Four zum Jahreswechsel wird dort ohne zusätzliche Anpassungen über die Bühne gehen können.

Hohe Kosten, noch höherer Aufwand
Ganz anders stellt sich die Situation bei jenen Vereinen dar, die aktuell noch mit Hängerkörben spielen. Die reinen Anschaffungskosten für neue Standkörbe liegen laut Branchenangaben bei rund 50.000 Euro pro Anlage. Doch damit ist es nicht getan.
Das eigentliche Problem liegt im Untergrund: Der Hallenboden muss das Gewicht der Konstruktion – bis zu eine Tonne – dauerhaft tragen können. In vielen Hallen sind dafür massive Verstärkungen notwendig, die den finanziellen und baulichen Aufwand deutlich erhöhen.

Harald Stelzer: ,,Wir werden das bis Sommer angehen"
Bei den Swans Gmunden ist man sich der Herausforderung bewusst. Finanzchef Harald Stelzer bestätigt, dass das Thema längst auf der Agenda steht.

Man werde die notwendigen Maßnahmen bis zum Sommer in Angriff nehmen, erklärt Stelzer, verweist aber auch darauf, dass die Umstellung kein Einzelfall sei. Viele Spielstätten in Österreich seien infrastrukturell nicht mehr zeitgemäß, die neue Regelung treffe daher mehrere Vereine gleichermaßen.

Weitere Änderungen ab 2026
Die Korb-Regel ist nicht die einzige Neuerung, die in der Superliga ansteht. Ab dem kommenden Jahreswechsel sind pro Club sieben Legionäre erlaubt – auch das ein Schritt in Richtung internationaler Vergleichbarkeit und sportlicher Weiterentwicklung.
Zusammen zeigen diese Maßnahmen, dass sich die Liga strukturell neu aufstellt und stärker an europäischen Standards orientiert.
Schritt in Richtung Zukunft

Für Zuschauer wird die Umstellung kaum sichtbar sein, für die Vereine hingegen markiert sie einen wichtigen Wendepunkt. Die Superliga verabschiedet sich von veralteter Infrastruktur und setzt auf moderne, einheitliche Lösungen.

Bis 2026 bleibt noch Zeit – doch klar ist bereits jetzt: Hängerkörbe haben im heimischen Spitzenbasketball keine Zukunft mehr. Die kommenden Monate werden für mehrere Clubs zur Planungs- und Investitionsphase, an deren Ende ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung steht.

Mit Blick auf das kommende Jahr steht fest: 2026 bringt für den österreichischen Basketball einige spannende Veränderungen – auf und abseits des Parketts.

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