Die Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo steuern auf ihren Höhepunkt zu – und der Finalsonntag hält, was das Final Four versprochen hat. Nach zwei völlig unterschiedlichen, aber gleichermaßen intensiven Halbfinal-Duellen stehen sich im Endspiel der Herren die Raiffeisen Flyers Wels und die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg gegenüber. Während Kapfenberg Oberwart souverän auf Distanz hielt, sorgte Wels mit einem Comeback-Coup gegen den Favoriten BC Vienna für die große Sensation.

Bulls beenden Oberwarts Titeltraum
Der Traum vom sechsten Cupsieg ist für die UNGER STEEL Gunners Oberwart im Halbfinale geplatzt. Kapfenberg setzte sich mit 75:60 (12:16, 39:31, 58:45) durch und steht erstmals seit 2020 wieder im Finale. Dabei begann die Partie aus Sicht der Burgenländer vielversprechend: Mit hoher Intensität in der Defense und klaren Aktionen in der Offense erspielten sich die Gunners eine knappe 16:12-Führung nach dem ersten Viertel.
Im zweiten Abschnitt übernahmen die Bulls zunehmend die Kontrolle. Mehr Präsenz am Rebound, bessere Wurfauswahl und ein wachsender Rhythmus kippten das Spiel. Angeführt von Andrew Jones und Taye Fields drehte Kapfenberg die Partie und setzte sich bis zur Pause auf 39:31 ab. Nach dem Seitenwechsel wurde der Vorteil deutlicher: Foulprobleme auf Seiten Oberwarts, Geduld und Konsequenz bei den Bulls.

Spätestens nach dem 58:45 vor dem Schlussviertel war die Vorentscheidung gefallen. Jones (22 Punkte) und Fields (20) führten Kapfenberg ins Finale, bei den Gunners punkteten Glenn Taylor Jr. und Daniel Köppel mit je 15 Zählern am höchsten. Kapitän Sebastian Käferle brachte es nüchtern auf den Punkt: Kapfenberg sei an diesem Tag das bessere Team gewesen.

Flyers drehen 13 Punkte und schocken BC Vienna
Was danach folgte, war der emotionale Höhepunkt des Abends. Die Flyers Wels lieferten im zweiten Halbfinale eine der größten Cup-Überraschungen der letzten Jahre. Ohne CJ Rollins, aber getragen von einer lautstarken Fanbasis, starteten die Oberösterreicher furios und zogen früh davon. In den ersten Minuten überrollte Wels den Favoriten, nach acht Minuten stand es 26:15.

Doch BC Vienna schlug zurück. Im zweiten Viertel übernahmen die Wiener das Kommando, nutzten ihre individuelle Qualität und setzten sich bis zur Pause auf 51:40 ab. Viele dachten zu diesem Zeitpunkt, das Spiel sei gekippt – doch Wels kam mit völlig anderer Energie aus der Kabine.
Getragen von starker Defense und einem überragenden Marcus Azor starteten die Flyers eine spektakuläre Aufholjagd. Punkt für Punkt schmolz der Rückstand, vor dem Schlussviertel war Wels wieder dran. Ein Dreier von Christian von Fintel brachte die erste Führung seit dem zweiten Viertel – und leitete eine dramatische Schlussphase ein.

Trotz Foulproblemen, angeschlagenen Spielern und maximalem Druck blieb Wels nervenstark. Azor krönte seine Gala mit 35 Punkten und 9 Assists, die Flyers hielten die knappe Führung bis zum Ende und jubelten über ein 95:89. Damit steht Wels zum dritten Mal in Serie im Cup-Finale und kämpft am Sonntag um den zweiten Titel nach 2024. Coach Sebastian Waser sprach von einem Erfolg, der kaum hoch genug einzuschätzen sei, während BC-Vienna-Center Rasid Mahalbasic fair anerkennen musste, dass Wels verdient gewonnen habe.

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Finalsonntag mit drei Titelentscheidungen
Am Sonntag erreicht das Cup-Wochenende seinen Höhepunkt. Den Auftakt machen die Rollstuhl-Herren mit dem Finale zwischen den Flinkstones Graz und den Sitting Bulls Klosterneuburg (12:00 Uhr). Um 15:30 Uhr folgt das Damen-Finale zwischen den BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg und den Basket Flames. Der Schlusspunkt gehört um 18:00 Uhr dem Herren-Endspiel Wels gegen Kapfenberg – ein Duell, das Spannung, Emotion und Cup-Geschichte verspricht. ORF Sport+ überträgt live.

Der Basketball Austria Cup liefert damit genau das, was er verspricht: große Bühne, große Geschichten – und ein Finaltag, der in Erinnerung bleiben wird.

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